Schujahresende

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Eine Pandemie mit solchen Ausmaßen hat unser aller Vorstellungskraft überstiegen und von einem Tag auf den anderen standen Sie unter anderem vor der Herausforderung, Ihrem Kind oder ihren Kindern „die Schule zu ersetzen“.

Wir standen und stehen, das haben Sie gemerkt, die Digitalisierung betreffend, ganz am Anfang der vielfältigen Möglichkeiten.

Wir haben uns nach digitalen Lernmethoden erkundigt, die Lernapp Anton kennengelernt, und den Kindern zur Verfügung gestellt, Antolin ausgebaut und mit der digitalen Pinnwand (padlet) zu arbeiten begonnen.

Oft hatten wir dabei das Gefühl, einen Schritt nach vorne und zwei zurück zu machen.
 
Die Kommunikation zwischen den Eltern und der Schule war sicher auch deshalb in keiner Zeit so wichtig für alle Beteiligten, wie in den vergangenen Monaten.

In den Wochen des Homeschooling haben wir viele Materialien und Arbeitspläne nicht digital, sondern ganz „klassisch“ in Papierform bereitgestellt.

Doch selbst die beste digitale Ausstattung ersetzt, vor allen in Grundschule, den Lehrer und die Lerngruppe nicht.

Die Lehrerinnen und Lehrer versuchten die Aufgaben bestmöglich auszuwählen, doch spätestens nach den Osterferien mussten den Übungsmaterialien andere Aufgabenformate beigefügt werden und Sie standen sicherlich zunehmend vor der Aufgabe, die Kinder beim Lernen anzuleiten.

Wie wichtig der Lernraum Schule ist, haben wir in dieser Zeit und auch seit der Teilöffnung wieder einmal besonders gemerkt, denn auch wenn derzeit vieles anders ist als vor dem 18. März, schauen wir täglich in fröhliche Gesichter und das ist es, was unseren Beruf ausmacht und den Kolleginnen und Kollegen in den vergangenen Wochen sehr gefehlt hat.

Fast täglich erreichten uns und Sie neue Informationen zu den Formen der Öffnung und der Betreuung im Ganztag und es war und ist durchaus eine Herausforderung, die pädagogischen Aspekte mit der gesundheitlichen Sicherheit aller am Schulleben Beteiligten in Einklang zu bringen.

Eine Rückkehr in den Schulalltag ist aus vielen Gründen somit mehr als wünschenswert, aber es muss Allen bewusst sein, dass ein normaler Schulbetrieb die Einhaltung von Abstandsregeln unmöglich macht.

Ich denke, dass uns auch nach einer Rückkehr in den Schulalltag diese unvergleichbare Zeit noch lange beschäftigen wird.

Unsere Schulneulinge waren größtenteils Monate nicht mehr im Kindergarten und auch unseren Schülerinnen und Schülern wird die Umstellung auf den normalen Schulalltag, oftmals von 8.00- 15.00 oder 16.00 Uhr, nicht ganz leicht fallen.

Darauf müssen wir uns einstellen und reagieren, wie genau, das kann heute nicht gesagt werden.

Ich hoffe, dass wir uns im kommenden Schuljahr nicht ausschließlich über die digitalen Kanäle austauschen und die persönliche Kommunikation wieder in den Vordergrund tritt.

Nun wünschen wir allen Familien eine erholsame Sommerzeit  mit vielen Momenten für schöne Dinge bei bester Gesundheit.

Über etwaige Entwicklungen werden wir  Sie auch in den kommenden Tagen und Wochen informieren.

Bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Claudia Steeger
(Schulleiterin)

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